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Frühling – Sinnbild für Lebendigkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt

Schon allein das Wort Frühling evoziert ein Bild von milder Luft, Sonnenschein und knospenden Blüten aller Art: Die Natur erwacht und scheint sich über sich selbst zu freuen. Dieses sich jährlich wiederholende Wunder wird auch in der Kultur als Metapher für Lebendigkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt verwendet. Die Zeitschrift der Künstlerbewegung Wiener Secession zum Beispiel hiess Ver Sacrum (lateinisch für «heiliger Frühling»), inspiriert von antiken römischen Ritualen, weil sie sinnbildlich für die Erneuerung der Kunst stehen wollte. Auch politisch und gesellschaftlich ist der Frühling Symbol von explosiver Kraft; genannt seien hier zum Beispiel die politischen Protest- und Reformbewegungen wie der Prager oder der Arabische Frühling. Die Jahreszeit demonstriert, dass sich die Welt mit einem Schlag wandeln kann. Sozusagen über Nacht könnte eine notwendige Veränderung stattfinden, an die schon längst nicht mehr geglaubt wird. Möge der nahende frühlingshafte Wind und die warmen Sonnenstrahlen die Natur aufblühen und uns den Mut finden lassen, für eine bessere Welt einzustehen.

Alessia Contin, Dokumentarin der Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Zürich, enthüllt ihr Lieblingsplakat aus der neuen virtuellen Ausstellung «Frühling – Sinnbild für Lebendigkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt».

Ferdinand Hodler Secession – Ver Sacrum 1904
Paul Nyffenegger Berner Oberland 1932
Unbekannt Junior Bazaar 1947
Donald Brun Frühlingsfahrten 1945
Unbekannt Bildquelle: Adolphe Mouron Cassandre Il dolce che sa di primavera – Colomba Motta ca. 1950
Karl Schlegel Pralinés-Osterpackungen und unsere guten Schokoladen ca. 1935-1940
Unbekannt Die Schweizer Garten und Lifestyle Messe – Giardina Zürich 2004
Hans Aeschbach Vacances de printemps 1945
Franco Barberis Primavera in Svizzera 1940
Mixer / Erich Brechbüh Frühlingserwachen – Jugendtheater Sempach 2004
Hans Falk Ferien 1942
Herbert Leupin Jedem sein Ostergeschenk vom Globus 1945
Augusto Giacometti Die schöne Schweiz 1930
Exem Fête du Printemps 1989
TBS & Partner / Daniel Leber Foto: Daniela Kienzler Das Abo-Gefühl. Luzerner Theater 2011
Studio Geissbühler / Nadine Geissbühler Illustration: François Berthoud Ballett Zürich – Forellenquintett 2014
Hans Looser AG Werbeagentur Zürich / Hans Looser Blumen zu Ostern 1947
Studio Geissbühler / Nadine Geissbühler Illustration: François Berthoud Die Zauberflöte – Opernhaus Zürich 2014
Hans Looser AG Werbeagentur Zürich / Hans Looser Blumen zu Ostern 1950
Karl Bickel Badrutt's Palace Hotel – St. Moritz 1933

Plakatsammlung Museum für Gestaltung Zürich

Die Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Zürich gehört weltweit zu den umfangreichsten und bedeutendsten Archiven dieser Art. Rund 350 000 Objekte, davon etwa 150 000 inventarisiert, dokumentieren die schweizerische und internationale Geschichte des Plakats von ihren Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Sammlung umfasst politische, kulturelle und kommerzielle Plakate. Ihre Vielfalt in historischer, thematischer und geografischer Hinsicht ermöglicht sowohl eine Tour d’Horizon der Plakatkunst als auch den Blick in ein visuelles Archiv der Alltagswelt. Ein Teil der Plakate ist bereits über die Online-Datenbank des Museums recherchierbar: www.emuseum.ch. Diese Datenbank wird kontinuierlich erweitert.

Rechte

Die Bilder dieser Online-Ausstellung sind Teil des digitalen Katalogs der Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Zürich und dienen ausschliesslich der Illustration. Jede Verwendung zugunsten Dritter – Veröffentlichung der Bilder oder sonstige kommerzielle Nutzung – ist ohne Erlaubnis der Rechteinhaber nicht zulässig. Informationen zur Bestellung von Bildvorlagen: sammlungen@museum-gestaltung.ch