Guten Tag


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Frühling – Sinnbild für Lebendigkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt

Schon allein das Wort Frühling evoziert ein Bild von milder Luft, Sonnenschein und knospenden Blüten aller Art: Die Natur erwacht und scheint sich über sich selbst zu freuen. Dieses sich jährlich wiederholende Wunder wird auch in der Kultur als Metapher für Lebendigkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt verwendet. Die Zeitschrift der Künstlerbewegung Wiener Secession zum Beispiel hiess Ver Sacrum (lateinisch für «heiliger Frühling»), inspiriert von antiken römischen Ritualen, weil sie sinnbildlich für die Erneuerung der Kunst stehen wollte. Auch politisch und gesellschaftlich ist der Frühling Symbol von explosiver Kraft; genannt seien hier zum Beispiel die politischen Protest- und Reformbewegungen wie der Prager oder der Arabische Frühling. Die Jahreszeit demonstriert, dass sich die Welt mit einem Schlag wandeln kann. Sozusagen über Nacht könnte eine notwendige Veränderung stattfinden, an die schon längst nicht mehr geglaubt wird. Möge der nahende frühlingshafte Wind und die warmen Sonnenstrahlen die Natur aufblühen und uns den Mut finden lassen, für eine bessere Welt einzustehen. 

Alessia Contin, Dokumentarin der Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Zürich, enthüllt ihr Lieblingsplakat aus der neuen virtuellen Ausstellung «Frühling – Sinnbild für Lebendigkeit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt».

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Donald Brun, Frühlingsfahrten, 1945

«Donald Bruns anmutig schwebendes Lämmchen, 1945 für die Schweizerische Verkehrszentrale gestaltet, verströmt eine ansteckende Leichtigkeit und Fröhlichkeit. Nur wenige Tourismusplakate haben eine ähnliche Popularität erreicht. Als Werber der ersten Stunde ist Brun nicht an einer persönlichen Handschrift, sondern an der gelungenen Umsetzung der Botschaft interessiert. Dies gelingt ihm meisterhaft mit dem springenden Lämmchen, das emotional berührt. Im Jahr 1945 wird es aber nicht nur als Ankündigung des Frühlings gelesen. Es steht ebenso für Aufbruch und Neugeburt nach Jahren der Kriegskatastrophe.»

Nadja Mühlemann
Alessia Contin, Dokumentarin der Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Zürich
 

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Ferdinand Hodler
Secession – Ver Sacrum 
1904
Paul Nyffenegger
Berner Oberland
1932
Unbekannt
Junior Bazaar
1947
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Donald Brun
Frühlingsfahrten
1945
Unbekannt
Bildquelle: Adolphe Mouron Cassandre
Il dolce che sa di primavera – Colomba Motta
ca. 1950
Karl Schlegel
Pralinés-Osterpackungen und unsere guten Schokoladen
ca. 1935-1940
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Unbekannt
Die Schweizer Garten und Lifestyle Messe – Giardina Zürich
2004
Hans Aeschbach
Vacances de printemps
1945
Franco Barberis 
Primavera in Svizzera
1940
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Mixer / Erich Brechbüh
Frühlingserwachen – Jugendtheater Sempach
2004
Hans Falk
Ferien
1942
Herbert Leupin
Jedem sein Ostergeschenk vom Globus
1945
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Augusto Giacometti
Die schöne Schweiz
1930
Exem
Fête du Printemps
1989
TBS & Partner / Daniel Leber
Foto: Daniela Kienzler
Das Abo-Gefühl. Luzerner Theater
2011
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Studio Geissbühler / Nadine Geissbühler
Illustration: François Berthoud
Ballett Zürich – Forellenquintett
2014
Hans Looser AG Werbeagentur Zürich / Hans Looser
Blumen zu Ostern
1947
Studio Geissbühler / Nadine Geissbühler
Illustration: François Berthoud
Die Zauberflöte – Opernhaus Zürich
2014
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Hans Looser AG Werbeagentur Zürich / Hans Looser
Blumen zu Ostern
1950
Karl Bickel
Badrutt's Palace Hotel – St. Moritz
1933

Plakatsammlung Museum für Gestaltung Zürich

Die Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Zürich gehört weltweit zu den umfangreichsten und bedeutendsten Archiven dieser Art. Rund 350 000 Objekte, davon etwa 150 000 inventarisiert, dokumentieren die schweizerische und internationale Geschichte des Plakats von ihren Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Sammlung umfasst politische, kulturelle und kommerzielle Plakate. Ihre Vielfalt in historischer, thematischer und geografischer Hinsicht ermöglicht sowohl eine Tour d’Horizon der Plakatkunst als auch den Blick in ein visuelles Archiv der Alltagswelt. Ein Teil der Plakate ist bereits über die Online-Datenbank des Museums recherchierbar: www.emuseum.ch. Diese Datenbank wird kontinuierlich erweitert.

Rechte

Die Bilder dieser Online-Ausstellung sind Teil des digitalen Katalogs der Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Zürich und dienen ausschliesslich der Illustration. Jede Verwendung zugunsten Dritter – Veröffentlichung der Bilder oder sonstige kommerzielle Nutzung – ist ohne Erlaubnis der Rechteinhaber nicht zulässig. Informationen zur Bestellung von Bildvorlagen: sammlungen@museum-gestaltung.ch