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Aussenwerbung und Mobilität: das Duo der Zukunft.

Mobilität gehört zu den aktuellen Megatrends. Im Einklang mit der immer mobiler werdenden Gesellschaft nimmt auch die Präsenz von digitaler und analoger Plakatwerbung zu, weil sie da ist, wo die Menschen sind: auf Strassen und Plätzen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Bahnhöfen, an Flughäfen, in den Bergen oder am POI/POS. Durch die stetig zunehmende Mobilität steigt auch die absolute Reichweite von Out of Home Media. Während die Nutzung von TV, Print, Radio oder Kino trotz Bevölkerungswachstum kontinuierlich abnimmt, gehört Aussenwerbung zu den Gewinnern. Out of Home Media und Mobilität: ein perfektes Paar.

 

Mobilität trotz Covid-19: Aktuelle Datenquellen, Gespräche mit Fachleuten und die eigenen Beobachtungen lassen Christof Hotz hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Im unterwegs geführten Interview geht der Leiter Mediaresearch der APG|SGA davon aus, dass anhaltende Lockerungen in der Schweiz schnell zur vollständigen Erholung der Bewegungen ausser Haus führen werden.

 

Christof Hotz, wie nutzen Sie den öffentlichen Verkehr und was stellen Sie in letzter Zeit fest?
«Seit die Home-Office-Pflicht aufgehoben wurde, kehrt allmählich das öffentliche Leben zurück. Zu Stosszeiten sind die Sitze gut belegt, man trifft altbekannte Gesichter. Ich pendle wieder regelmässig mit Postauto und S-Bahn in die Zürcher Innenstadt. Davor blieb ich wie alle Zuhause oder fuhr mit dem Velo zum Einkaufen. Um an freien Tagen die Natur zu erleben, reise ich öfters mit der Bahn in die Berge.»

 

Der Mensch liebt Geselligkeit, ist gern draussen und mobil. Das konnte auch Corona nicht verhindern. Hat Sie das überrascht?
«Ganz klar: Die Massnahmen des Bundesrats haben die Mobilitätsradien in der Schweiz drastisch beschränkt und führten zu Bewegungen in kleineren Radien, was verschiedene Langzeit-Mobilitäts-Studien belegen. Nach den Lockerungen im letzten Sommer hat mich deshalb überrascht, wie schnell die Mobilität beinahe wieder ein normales Niveau erreichte. Hinzu kam, dass die Menschen wegen Reisebeschränkungen die Schweiz als Urlaubsland entdeckten und aufgrund einengender Wohnverhältnisse die Freizeitmobilität stieg.»

 

Wie hat sich die Mobilität seit Januar 2021 verändert?
«Da zeigt sich ein deutliches Bild der Erholung: Nach dem Einbruch der Mobilität während des Lockdowns im Frühling und dem erwähnten raschen Wiederanstieg im Sommer 2020, sind die Ausschläge in diesem Jahr weniger stark. Dafür ist die Entwicklung stabiler. Hier hilft uns in der Beobachtung neben den Dashboards von Apple oder Google beispielsweise der Mobilitäts-Monitor von intervista, der von der Branche als «Goldstandard» zur Mobilitätsmessung beurteilt wird: Seit Jahresbeginn zeichnen sich stetig steigende Frequenzen der Pendler- oder Einkaufsmobilität ab. Sinkende Corona-Fallzahlen, ein höherer Impfanteil und die Wiedereröffnung von Restaurants sowie Freizeiteinrichtungen stimulieren zusätzlich. Seit Anfang Jahr wachsen die Tagesdistanzen der Freizeitmobilität merklich. Das ist möglicherweise das Ergebnis einer gewissen Umschichtung in der Out Of Home-Mobilität nach dem Zweck der Reisen.»

 

Und wie geht es nun weiter, wie rege werden die Leute künftig Bahnhöfe und Haltestellen frequentieren, um Zug Bus und Tram zu nutzen?
Lacht: «Da sehen wir in der Kristallkugel noch relativ wenig. Lieber verweise ich auf die rollende Befragung der Schweizer Bevölkerung zu ihren grössten Sorgen (siehe GfK, seit April 2020 in der 7. Befragungswelle). Demnach besteht ein grosser Nachholbedarf, sich in der Öffentlichkeit zu verwirklichen, in die Ferien zu fahren, zu konsumieren und etwas zu erleben. Dabei hilft uns in der Schweiz auch das sehr gut ausgebaute ÖV-Netz. Aktuell liegen die Frequenzen zwar noch unter dem "Normal-Niveau". Aber ich erwarte auch hier eine rasche Entwicklung: Steigende Staubelastung auf den Strassen und verstopfte Städte in der Rushhour werden zu vermehrten Nutzung des ÖV führen.»

 

Stau ist ein gutes Stichwort: Was passiert mit den werktäglichen Verkehrsspitzen auf den Strassen?
«Viele Unternehmen ermöglichen den Angestellten eine neue Balance zwischen Home Office und Büroarbeit. Wir beobachten folglich eine rasche Zunahme des motorisierten Individualverkehrs. Es sind vor allem Pendler, die kein oder partiell Homeoffice machen, Privatfahrten und wirtschaftliche Versorgungsfahrten. »

 

Kleiner Ausflug in die internationale Reisemobilität: Welche Situation beobachten Sie an den grossen Schweizer Flughäfen?
«Im Moment steht die Reisemobilität an Schweizer Flughäfen praktisch still. Die Branche ist aber zuversichtlich und geht davon aus, dass sich der internationale Tourismus aus und nach der Schweiz bald wieder erholen wird. Entsprechend bietet die Swiss im Sommer rund 50 zusätzliche Reiseziele an. Und der Swiss-CEO Dieter Vranckx legt die Latte nochmals höher, wenn er in einem kürzlich erschienenen Interview davon ausgeht, im Sommer "50 Prozent der Kapazität von 2019" zu erreichen – für die Flug- und Tourismusbranche also quasi ein Kaltstart. Gut im Kurs sind dem Vernehmen nach vor allem Kurzstrecken-Destinationen in Europa. Und für den kommenden Sommer sollen für die Mittelmeer-Inseln schon «letzte Buchungsmöglichkeiten» ausgerufen worden sein.»

 

Wo verbringen Sie Ihren Sommerurlaub?
«Ich freue mich auf entspannte Urlaubstage mit der Familie am Meer. Wir haben letzte Plätze im gut gebuchten Nachtzug nach Zagreb ergattert.»

 

Christof Hotz, vielen Dank für das Gespräch – und gute Reise!

 

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Das Bevölkerungswachstum der Schweiz

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Quellen: Bevölkerungswachstum = BFS, Nachfrageentwicklung OOH = Media Focus, Gesamtmarktentwicklung = Werbestatistik

 

Das Publikum der Aussenwerbung wird jedes Jahr grösser

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Veränderungen zum Vorjahr

Einwohner: +0,7%
Erwerbstätige: +0,3%
Erwerbsquote: +0,4%
Fahrzeugbestand: +1%

 

 

9 von 10 Menschen sehen Plakatwerbung

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In der Schweiz sind 9 von 10 Personen täglich unterwegs. Diese hohe Mobilität steigert die wiederkehrende Beachtung der Aussenwerbung enorm. Digitale und analoge Plakate garantieren hohe Reichweiten und wiederholte Kontakte auf den Wegstrecken für:

• Arbeit

 Einkauf

 Freizeit

Quellen: BFS, ARE − Mikrozensus Mobilität und Verkehr (MZMV)