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ePoster Gallery

Bewegende Körper

In der visuellen Überflutung des urbanen Raums ist es im Besonderen das Kulturplakat, welches bis heute gestalterisch herausragt und Innovationen im Grafikdesign popularisiert.

Das Tanzplakat nimmt innerhalb dieser Kategorie eine spezielle Rolle ein: Die Sehnsucht, den Rhythmus der Welt oder die menschliche Bewegung bildlich festzuhalten, ist alt. Im engen Dialog mit den Kunstströmungen der Moderne entstehen immer wieder auch Plakate, die Bewegung und Tanz sinnlich erfahrbar machen.

 

Was das Kulturplakat im Allgemeinen auszeichnet und was bei den Tanzplakaten speziell auffällt, erläutert Nico Lazúla Baur, Dokumentarin der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich, in einem kurzen Interview.

Was zeichnet das Kulturplakat im Allgemeinen aus?

Seit der Jahrtausendwende ist ein vorläufiger Abschluss des grafischen Emanzipationsprozesses festzustellen: Zeitgenössische Gestaltende experimentieren souverän mit verschiedenen grafischen Haltungen und Techniken. Mit den neuen Ansätzen stossen sie im Bereich des Kulturplakats auf fruchtbaren Boden. Lebendige, oft kleine Kulturorte vertrauen auf einen Gestaltungsansatz, welcher mit einer individuellen Handschrift zu überzeugen vermag. Für die hohe gestalterische Qualität im Schweizer Kulturplakat ist auch die Offenheit des kulturinteressierten Publikums massgebend, welches bereits der Bewerbung eines Ereignisses mit der Bereitschaft zur kreativen Auseinandersetzung begegnet.

Was ist bei den Tanzplakaten durch die Jahrzehnte speziell augenfällig?

Im Bereich der Tanzplakate wird auf abstrahierte Umsetzungen in Form von grafisch-typografischen Rhythmen, wie es oft bei Musik- oder Filmplakaten vorkommt, weitgehend verzichtet. In den Werbemitteln tauchen weder Bewegungslinien noch grafische Notationen auf. Vielmehr steht im Zentrum der Tanzplakate meist der kräftige, menschliche Körper, wobei oft mit dem Medium Fotografie gearbeitet wird. 

Gibt es weitere Aspekte ?

Ja – ins Bild gerückt werden Körperfragmente oder ineinander verschlungene Paare, ganze Tanzensembles oder einzelne Tanzende. Spannungsvolle Momente des Tanzes werden eingefroren, in anderen Arbeiten wird mithilfe längerer Verschlusszeiten die Dynamik der Bewegung in der Unschärfe betont. Durch die im Plakat zentral gesetzten Körper werden wir unweigerlich angesprochen. Die Emotionalität ihres Ausdrucks, gepaart mit ihrer Fragilität, berührt uns als Betrachtende unmittelbar.

Es fällt auf, dass die Perspektiven der Tanzplakate für einen Betrachter ungewöhnlich sind. Warum ist dies so?

Ungewohnte Perspektiven verlangen nach einer bewussten, visuellen Auseinandersetzung, um die teils poetisch-surrealen Bildbotschaften zu entschlüsseln. Eine anspruchsvolle Bildsprache, die das Publikum durchaus auch herausfordern darf, zeigt sich in den ausgewählten Tanzplakaten.

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Les Ateliers du Nord
Foto: Mario del Curto
Flamenco 
Aushangsdatum 2007
Scholl Design / Peter Scholl
Les chorégraphiques
Aushangsdatum 2017
 
Laurent Bonnet
Foto: G. Leao de Carvahlo
Le poids des éponges 
Aushangsdatum 2003
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Scholl Design / Peter Scholl
Foto: Paolo Porto
Tremplin Nomades – Scène du bout de la ville
Aushangsdatum 2004
 
Marc Flury
Foto: Franz Gloor
Bewegtes – 10. Oltner Tanztage
Aushangsdatum 2005
 
 
Laurent Bonnet
Foto: Jésus Moreno
L'enfant et les sortilèges 
Aushangsdatum 2004
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Andreas Gefe
Bill's Ballhaus in Bilbao
Aushangsdatum 2000
 
Anonym
Foto: Ismael Lorenzo
Theater Basel – Crescendi 
Aushangsdatum 2009
 
Marcel Göhring
La Tina and the Amber Ensemble – Del Mar
Aushangsdatum 2007
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Scholl Design / Peter Scholl
Bass suite – Compagnie nomades 
Aushangsdatum 1997
Valérie Giroud
Foto: Christian Coigny
Linga Trepak 
Aushangsdatum 1999
 
Raffinerie AG für Gestaltung
Foto: Chris Van der Burght
Pitié! Alain Platel 
Aushangsdatum 2009
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Hugo Laubi
Moderne Tänze – Traber Amiet Tanzschule 
Aushangsdatum 1922
Scholl Design / Peter Scholl
Les chorégraphiques #5 
Aushangsdatum 2020
 
Ernst Keller
Zürcher Presseball 
Aushangsdatum 1932
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Valérie Giroud
Foto: Christian Coigny
Noeuds – Linga Katarzyna Gdaniec 
Aushangsdatum 1995
Müller + Hess / Wendelin Hess, Beat Müller,
Nicole Zachmann
Foto: Koma-Fotografie
Fieberklee – Tanztheater
Aushangsdatum 1998
Scholl Design / Peter Scholl
Zeit Zone – Oriental Vevey
Aushangsdatum 2016
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Sennhauser Creative Consulting
Die Welt tanzt an – Steps Tanzfestival
Aushangsdatum 2012
 
Rahel Arnold 
Bachelor Contemporary Dance ZHdK 
Aushangsdatum 2016
 
Studio Roth & Maerchy / Monica Märchy, Martin Roth
Zürich tanzt 
Aushangsdatum 2013
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Armin Hofmann
Giselle – Basler Freilichtspiele
Aushangsdatum 1959
Laurent Bonnet
Journées de danse contemporaine suisse
Aushangsdatum 1996
Anonym
Foto: Jésus Moreno
Vertical danse – Monteverdi Amours baroques
Aushangsdatum 1990
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Roland Aeschlimann
Spectacle de danse 
Aushangsdatum 1976
Flavia Cocchi
Foto: Flavia Cocchi
Festival international de danse de Lausanne
Aushangsdatum 2005
Alain Wannaz
Foto: Anne Rosset
Rencontres & Ouvertures 
Aushangsdatum 1994

Plakatsammlung Museum für Gestaltung Zürich

Die Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich, gehört weltweit zu den umfangreichsten und bedeutendsten Archiven dieser Art. Rund 350 000 Objekte, davon etwa 150 000 inventarisiert, dokumentieren die schweizerische und internationale Geschichte des Plakats von ihren Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Die Sammlung umfasst politische, kulturelle und kommerzielle Plakate. Ihre Vielfalt in historischer, thematischer und geografischer Hinsicht ermöglicht sowohl eine Tour d’Horizon der Plakatkunst als auch den Blick in ein visuelles Archiv der Alltagswelt. Ein Teil der Plakate ist bereits über die Online-Datenbank des Museum recherchierbar: www.emuseum.ch. Diese Datenbank wird kontinuierlich erweitert.

 

Rechte

Die Bilder dieser Online-Ausstellung sind Teil des digitalen Katalogs der Plakatsammlung des Museum für Gestaltung Zürich und dienen ausschliesslich der Illustration. Jede Verwendung zugunsten Dritter – Veröffentlichung der Bilder oder sonstige kommerzielle Nutzung – ist ohne Erlaubnis der Rechteinhaber nicht zulässig. Informationen zur Bestellung von Bildvorlagen: sammlungen@museum-gestaltung.ch